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Vergleich · KI-Tools

Copilot oder ChatGPT, Claude oder Gemini: welches KI-Tool passt zu Ihrem Unternehmen?

Ein ehrlicher Vergleich der vier großen KI-Assistenten für Mitarbeiter, geprüft an den Seiten der Anbieter. Wir schulen in allen vier und werden von keinem Anbieter bezahlt.

Die Frage kommt fast immer in derselben Form: Die IT hat Microsoft 365, das Marketing nutzt privat ChatGPT, eine Kollegin schwört auf Claude, und die Geschäftsführung will bis zum Quartalsende wissen, welches KI-Tool alle bekommen. Die Vergleiche im Netz enden bei Benchmarks, die in drei Monaten veraltet sind.

Dabei hängt die Entscheidung selten am besseren Modell. Sie hängt daran, wo Ihre Mitarbeiter arbeiten, welche Daten das Tool sehen soll und welche Bedingungen Ihr Datenschutz akzeptiert. Offenlegung: Specialty Tokens schult Teams in allen vier Tools und wird von keinem dieser Anbieter bezahlt. Alle Angaben zu Plänen und Datenverwendung stammen von den Seiten der Anbieter, Stand Oktober 2026.

Copilot oder ChatGPT, Claude oder Gemini: die kurze Antwort

  • Ihr Unternehmen arbeitet in Microsoft 365: Starten Sie mit Microsoft Copilot. Copilot Chat ist in geeigneten Plänen ohne Aufpreis dabei; die Zusatzlizenz lohnt sich für Rollen, deren Arbeit in Postfach, Besprechungen und Dateien steckt.
  • Ihr Unternehmen arbeitet in Google Workspace: Starten Sie mit Gemini. Es steckt bereits in Gmail, Docs, Sheets, Meet und Drive.
  • Sie wollen einen Assistenten für alle, unabhängig von Microsoft oder Google: ChatGPT Business oder Enterprise.
  • Ihre Teams arbeiten mit langen Dokumenten, Texten oder Code, und eigene Systeme sollen angebunden werden: Claude Team oder Enterprise.
  • Sie wollen mehrere Modelle in einer Oberfläche, von einem europäischen Anbieter: Lesen Sie unseren Vergleich der EU-Plattformen wie Langdock.

Die Kriterien

  1. Wo das Tool lebt: im eigenen Fenster oder in den Apps, die Mitarbeiter ohnehin öffnen.
  2. Welche Daten es sieht: nur, was man hineingibt, oder Postfach, Dateien und Systeme.
  3. Datenverwendung und Speicherort, so wie der Anbieter sie beschreibt.
  4. Anbindung eigener Systeme wie Ablage, CRM oder ERP.
  5. Einführung: wie schnell Mitarbeiter es für ihre eigene Arbeit nutzen.

Bewusst nicht dabei: Modellnamen und Benchmarks. Sie ändern sich schneller, als eine Einführung dauert. Preise lassen wir ebenfalls weg, weil sie je nach Land, Plan und Laufzeit abweichen; die aktuellen Zahlen stehen auf den Seiten der Anbieter.

ChatGPT, Copilot, Claude und Gemini im Vergleich

ChatGPTMicrosoft CopilotClaudeGemini
Business-Pläne laut AnbieterBusiness (ab 2 Nutzern), EnterpriseCopilot Chat (in geeigneten Microsoft-365-Plänen ohne Aufpreis), Microsoft Copilot als ZusatzlizenzTeam (ab 2 Mitgliedern), EnterpriseGemini in Google Workspace (Umfang je nach Plan), Gemini Enterprise für Agenten
Wo es lebtEigener Arbeitsbereich: Web, Desktop, MobilOutlook, Teams, Word, Excel, PowerPoint, Copilot-AppEigener Arbeitsbereich: Web, Desktop, Mobil; Claude Code für EntwicklerGmail, Docs, Sheets, Meet, Drive, Gemini-App
StärkenVielseitig; eigene GPTs, Projekte, Deep Research; vielen Mitarbeitern vertrautArbeitet mit E-Mails, Besprechungen, Chats und Dateien, die der Nutzer sehen darfLange Dokumente, sorgfältige Texte, Code; Konnektoren und MCPKein neues Tool im Workspace-Alltag; Gems; Gemini Notebook
GrenzenLebt neben Office; Firmendaten kommen über Apps oder Upload hineinVolle Wirkung nur mit Zusatzlizenz; macht zu breite Freigaben sichtbarLebt neben Office; im Enterprise-Plan wird Nutzung nach Verbrauch abgerechnetStark nur, wenn der Alltag in Google Workspace stattfindet
Datenverwendung laut AnbieterBusiness- und Enterprise-Daten standardmäßig kein Training; Speicherung in Europa für berechtigte Enterprise-KundenKein Training der Basismodelle mit Prompts, Antworten, Microsoft-365-Daten; EU Data Boundary mit AusnahmenTeam- und Enterprise-Daten standardmäßig kein TrainingWorkspace-Daten ohne Erlaubnis kein Training; bestehende Berechtigungen gelten
Passt, wennSie ein Tool für alle wollen, unabhängig von Microsoft oder GoogleIhr Arbeitstag in Microsoft 365 stattfindetDokumente, Texte, Code oder eigene Systeme im Mittelpunkt stehenIhr Unternehmen mit Google Workspace arbeitet

ChatGPT

Stärken: ChatGPT kann vom Text bis zur Datenanalyse fast alles ordentlich. Teams bauen eigene GPTs und teilen sie im Arbeitsbereich, arbeiten in Projekten und recherchieren mit Deep Research. Über Apps greift ChatGPT auf interne Quellen zu; laut OpenAI gelten dabei die bestehenden Berechtigungen. Viele Mitarbeiter kennen ChatGPT privat, das senkt die Hürde.

Passt, wenn Sie ein Werkzeug für alle Abteilungen wollen, das nicht an Microsoft oder Google hängt, oder wenn private ChatGPT-Konten im Haus sind und Sie diese Nutzung in einen kontrollierten Arbeitsbereich holen wollen.

Passt nicht, wenn die meiste Arbeit in Outlook und Teams steckt und Copilot dort schon lizenziert ist. Oder wenn Sie Datenspeicherung in Europa brauchen, aber beim Business-Plan bleiben wollen: Laut OpenAI gibt es Datenresidenz nur für berechtigte Enterprise-, Edu- und Healthcare-Kunden.

Microsoft Copilot

Microsoft hat Microsoft 365 Copilot in Microsoft Copilot umbenannt und Microsoft 365 Copilot Chat in Copilot Chat. Beides gibt es weiter.

Stärken: Copilot Chat ist in geeigneten Microsoft-365-Plänen ohne Aufpreis enthalten. Mit der Zusatzlizenz arbeitet Copilot über E-Mails, Besprechungen, Kalender, Chats und Dateien hinweg, auf die der Nutzer Zugriff hat, und bringt Agenten wie Researcher und Analyst mit. Berechtigungen, Vertraulichkeitsbezeichnungen und Aufbewahrungsrichtlinien gelten auch für Copilot.

Passt, wenn Ihr Arbeitstag in Outlook, Teams, Word und Excel stattfindet und die IT Microsoft 365 ohnehin verwaltet.

Passt nicht, wenn Ihr Unternehmen nicht mit Microsoft 365 arbeitet, oder wenn Freigaben in SharePoint und Teams nicht aufgeräumt sind: Copilot findet, was zu breit freigegeben ist. Beachten Sie außerdem: Laut Microsoft gilt die EU Data Boundary nicht für Websuchanfragen und nicht für Anthropic-Modelle in Copilot; in der EU, der EFTA und Großbritannien sind diese Modelle standardmäßig ausgeschaltet.

Claude

Stärken: Claude ist stark bei langen Dokumenten, sorgfältigen Texten und Code. Schon der Team-Plan bringt laut Anthropic Konnektoren zu Microsoft 365, Google Drive, Gmail, Google Calendar, Slack und GitHub mit, dazu Projekte, Claude Code und Cowork. Eigene Systeme bindet man über das Model Context Protocol (MCP) an, den offenen Standard, den Anthropic entwickelt hat.

Passt, wenn Ihre Teams mit Verträgen, Berichten, Ausschreibungen oder Code arbeiten, oder wenn Claude an CRM, ERP oder Ablage angebunden werden soll.

Passt nicht, wenn Ihre Mitarbeiter vor allem Hilfe in Postfach und Besprechungen brauchen; dafür sind Copilot oder Gemini näher dran. Wer feste Kosten pro Kopf braucht, sollte wissen: Im Enterprise-Plan deckt die Sitzplatzgebühr laut Anthropic nur den Zugang, Nutzung wird zu API-Preisen abgerechnet. Datenresidenz in Europa nennt Anthropic für Claude über AWS Bedrock, Google Vertex und Microsoft Foundry; ob das für den Chat-Arbeitsbereich reicht, klären Sie vorab mit Anthropic.

Gemini

Stärken: Gemini steckt in Gmail, Docs, Sheets, Meet und Drive, Mitarbeiter müssen kein neues Tool öffnen. Dazu kommen die Gemini-App, Gems für wiederkehrende Aufgaben und Gemini Notebook (bis Juli 2026 NotebookLM), das mit den Quellen arbeitet, die man hineinlegt. Gemini Enterprise ist Googles Plattform für Agenten über Workspace hinaus.

Passt, wenn Ihr Unternehmen mit Google Workspace arbeitet. Dann ist Gemini im Plan schon bezahlt und wird nur noch nicht genutzt.

Passt nicht, wenn Ihr Unternehmen in Microsoft 365 arbeitet. Und wenn Daten in einer bestimmten Region bleiben müssen: Laut Google gelten die Datenregion-Einstellungen von Workspace nicht für Gemini Notebook.

Kombinieren?

Ja, und viele Unternehmen tun es. Das häufigste Muster: Die ganze Belegschaft bekommt ein Standardtool, meist Copilot Chat oder Gemini, weil es schon im Office-Paket steckt. Einzelne Teams mit einer klaren Aufgabe bekommen zusätzlich ChatGPT oder Claude, etwa für Dokumentenarbeit oder Entwicklung.

Der Preis dafür sind doppelte Lizenzen, zwei Regelwerke und zwei Schulungen. Unsere Faustregel: ein Standardtool für alle, ein Spezialtool nur für Teams, die genau sagen können, wofür. Die Grenzen verschwimmen ohnehin: Claude bindet Microsoft 365 an, und Microsoft bietet Anthropic-Modelle in Copilot an. Wer mehrere Modelle unter einem Dach will, schaut sich EU-Plattformen wie Langdock an.

Was danach zählt: Nutzung

Die Wahl des Tools ist die kleinere Entscheidung. Eine Einführung scheitert selten am Modell, sondern daran, dass Mitarbeiter keinen Grund finden, das Tool für ihre eigene Arbeit zu öffnen. Was in jedem der vier Tools hilft:

  1. Daten anbinden, bevor geschult wird, damit niemand Inhalte hineinkopiert.
  2. Ein Anwendungsfall pro Abteilung zum Start, nicht zwanzig.
  3. Regeln am konkreten Fall: was hinein darf, was nicht, wie man Ergebnisse prüft.
  4. Teams gemeinsam schulen, an ihren echten Aufgaben statt an Beispielen.

Bei TimeTac hat das Marketing- und Growth-Team nach einem Enablement-Workshop und mit einer internen KI-Plattform zehn Automatisierungen live gebracht: 117 Durchläufe in drei Wochen, 54 davon ohne Eingriff, ohne Entwickler im Team. Bei Speedinvest lief die Befähigung Team für Team, mit angebundenem CRM (Affinity) und ERP.

Wir schulen in dem Tool, das Sie freigegeben haben: ChatGPT-Schulung, Copilot-Schulung, Claude-Schulung und Gemini-Schulung. Alle Formate gehören zu unserem Angebot der KI-Schulung für Unternehmen. Wenn die Entscheidung noch offen ist, sprechen Sie mit uns.

Was Sie bekommen

  • Geprüft an den Anbieterseiten

    Jede Aussage zu Plänen und Datenverwendung stammt von OpenAI, Microsoft, Anthropic oder Google selbst, Stand Oktober 2026. Die Quellen stehen auf dieser Seite.

  • Von keinem Anbieter bezahlt

    Specialty Tokens schult Teams in ChatGPT, Copilot, Claude und Gemini. Keiner dieser Anbieter bezahlt uns, deshalb steht hier auch, wann ein Tool nicht passt.

  • Nach Situation, nicht nach Benchmark

    Modelle wechseln alle paar Monate. Wo Ihre Mitarbeiter arbeiten, welche Daten das Tool sehen soll und welche Systeme angebunden werden, ändert sich selten.

  • Schulung im Tool Ihrer Wahl

    Wenn die Entscheidung gefallen ist, schulen wir Teams an ihren echten Aufgaben, vor Ort und auf Deutsch oder Englisch.

    KI-Schulung für Unternehmen
  • Mehrere Modelle in einer Oberfläche

    Plattformen wie Langdock bündeln Modelle mehrerer Anbieter. Auch dort zählt am Ende, ob Teams sie für ihre Arbeit nutzen.

    Langdock-Schulung
01Leadership

Founders who still build

Nik and Thomas bring the experience of building companies to the work of changing them. Today, they lead Specialty Tokens across engineering, products, education, and community.

Portrait of Nik Redl

Nik Redl

Director

Engineer and founder. Former Chief of Staff at Soona, founder and CEO of Mokker, grown to over one million users before its acquisition.

At Specialty Tokens, Nik works with teams on the problems they want AI to solve, from the first working session to the engineering and workshops that bring it into everyday use.

He studied Industrial Engineering and Mechanical Engineering at the Technische Universität Wien, speaks German and English, and is a keen golfer.

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Portrait of Thomas Schlossmacher

Thomas Schlossmacher

Director

Builder, operator and educator. Founder of Agentbase in San Francisco and former CPO of New Software. Teaches AI online to more than 75,000 subscribers.

Before Specialty Tokens, Thomas founded Agentbase, a San Francisco managed agent platform, and was CPO of New Software, a venture-backed revenue operations platform for ERP systems. Earlier, he worked at Corecam Family Office.

He studied Mandarin Chinese at the University of Ottawa, speaks German and English, and is a former track and field athlete.

LinkedIn

FAQ

Häufige Fragen

Copilot oder ChatGPT: Was ist besser für Mitarbeiter?

Das hängt vom Arbeitsplatz ab. Arbeitet ein Unternehmen in Microsoft 365, ist Microsoft Copilot meist die bessere Wahl: Copilot Chat ist in geeigneten Microsoft-365-Plänen ohne Aufpreis enthalten, und mit der Copilot-Zusatzlizenz arbeitet Copilot direkt mit E-Mails, Besprechungen, Chats und Dateien, auf die der Nutzer Zugriff hat. ChatGPT Business oder Enterprise passt besser, wenn ein vielseitiger Assistent unabhängig von der Office-Umgebung gebraucht wird, Teams eigene GPTs teilen sollen oder viele Mitarbeiter ChatGPT schon privat nutzen. Laut OpenAI und Microsoft werden Geschäftsdaten in beiden standardmäßig nicht zum Training der Modelle verwendet.

Claude oder ChatGPT für Unternehmen?

Beide eignen sich für den Arbeitsalltag. Claude Team oder Enterprise ist stark bei langen Dokumenten, sorgfältigen Texten und Code und bringt im Team-Plan Konnektoren zu Microsoft 365, Google Drive, Gmail, Google Calendar, Slack und GitHub mit; eigene Systeme lassen sich über MCP anbinden, den offenen Standard von Anthropic. ChatGPT Business oder Enterprise ist breiter bekannt, bietet eigene GPTs und Deep Research, und berechtigte Enterprise-Kunden können Daten laut OpenAI in Europa speichern lassen. Beide Anbieter verwenden Daten aus ihren Business-Plänen standardmäßig nicht zum Training. Viele Unternehmen entscheiden pro Abteilung statt für alle.

Gemini oder ChatGPT für Unternehmen?

Arbeitet ein Unternehmen mit Google Workspace, ist Gemini meist der bessere Start, weil es in Gmail, Docs, Sheets, Meet und Drive bereits enthalten ist und die bestehenden Workspace-Berechtigungen beachtet. Der Umfang hängt vom Workspace-Plan ab. ChatGPT passt besser, wenn ein Unternehmen nicht an Google gebunden ist oder einen Assistenten mit eigenen GPTs für alle Abteilungen sucht. Laut Google werden Workspace-Daten ohne Erlaubnis des Kunden nicht zum Training verwendet; laut OpenAI gilt dasselbe standardmäßig für ChatGPT Business und Enterprise.

Werden Firmendaten in ChatGPT, Copilot, Claude oder Gemini zum Training verwendet?

In den Business-Plänen laut Anbieter nicht. OpenAI verwendet Daten aus ChatGPT Business und Enterprise standardmäßig nicht zum Training. Microsoft verwendet Prompts, Antworten und Microsoft-365-Daten aus Copilot nicht zum Training der Basismodelle. Anthropic verwendet Daten aus kommerziellen Produkten wie Claude Team und Enterprise standardmäßig nicht. Google verwendet Workspace-Daten ohne Erlaubnis nicht zum Training. Unterschiede gibt es beim Speicherort: Für ChatGPT gibt es Datenresidenz in Europa nur für berechtigte Enterprise- und Edu-Kunden, und bei Copilot gilt die EU Data Boundary laut Microsoft nicht für Websuchanfragen und Anthropic-Modelle. Private Gratis- und Einzelpläne haben andere Regeln. Diese Angaben ersetzen keine Datenschutzprüfung.

Kann man mehrere KI-Tools im Unternehmen kombinieren?

Ja, und viele Unternehmen tun es. Häufig bekommt die ganze Belegschaft ein Standardtool, etwa Copilot Chat in Microsoft 365 oder Gemini in Google Workspace, und einzelne Teams zusätzlich ChatGPT oder Claude für Dokumente, Texte oder Entwicklung. Das kostet doppelte Lizenzen, zwei Regelwerke und zwei Schulungen, lohnt sich aber, wenn ein Team eine klare Aufgabe dafür hat. Eine Alternative sind Plattformen, die Modelle mehrerer Anbieter in einer Oberfläche bündeln.

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