Die meisten Unternehmen haben inzwischen KI-Lizenzen und eine Handvoll begeisterter Nutzer. Der Rest der Belegschaft hat ein Seminar besucht oder ein E-Learning durchgeklickt, ein paar Prompt-Tipps mitgenommen und ist zwei Wochen später zum alten Ablauf zurückgekehrt.
Das liegt selten an den Leuten. Meist liegt es am Format: Die Schulung handelte von KI im Allgemeinen, und die eigene Arbeit kam darin nie vor. Die erste Frage ist deshalb nicht, welcher Anbieter, sondern welches Format.
KI-Schulung für Mitarbeiter: vier Formate im Vergleich
| Format | Für wen | Dauer | Ergebnis | Passt, wenn | Passt nicht, wenn |
|---|---|---|---|---|---|
| Online-Kurs, E-Learning (z. B. Microsoft Learn, OpenAI Academy, Claude Academy) | Alle Mitarbeiter, jeder für sich | Einige Stunden, im eigenen Tempo | Grundbegriffe, erste Prompts, Wissen über Risiken | viele Leute schnell und günstig eine Basis brauchen | ein Team das Tool an eigenen Daten und Abläufen nutzen soll |
| Offenes Seminar (z. B. WIFI, IHK, Haufe Akademie) | Einzelne aus verschiedenen Firmen | Halber Tag bis mehrere Tage | Überblick, Austausch, oft eine Teilnahmebestätigung | Einzelne einsteigen oder sich vertiefen wollen | ein ganzes Team gemeinsam seine Arbeit umstellen soll |
| Inhouse-Teamschulung an echten Systemen | Ein Team oder eine Abteilung | Ein Tag, mit Vorbereitung davor | Erste laufende Abläufe an eigenen Daten, Liste der nächsten | Tools freigegeben sind und das Team wiederkehrende Arbeit hat | noch kein Tool freigegeben ist |
| KI-Champions-Programm | 20 bis 30 Freiwillige aus mehreren Abteilungen | Mehrere Wochen oder länger | Interne Leute, die selbst bauen; Anwendungsfälle in Produktion | KI dauerhaft verankert werden soll und ein Sponsor da ist | es nur um eine einmalige Grundlagenschulung geht |
Viele Weiterbildungsinstitute bieten ihre Seminare auch als Firmenschulung an. Der Unterschied zur Inhouse-Teamschulung an echten Systemen liegt weniger im Ort als darin, ob vorher Ihre Tools und Daten angebunden werden.
Wann E-Learning oder ein offenes Seminar besser passt
Diese Seite schreibt Specialty Tokens, und wir bieten nur die beiden unteren Formate an. Für manche Ziele sind die ersten beiden trotzdem die bessere Wahl:
- Grundlagen für die ganze Belegschaft: E-Learning skaliert und kostet wenig. Microsoft Learn hat einen Lernpfad mit Übungen für Vertrieb, Finanzen, HR und weitere Rollen; Anthropic bietet in der Claude Academy kostenlose Kurse, OpenAI eine eigene Academy.
- Einzelne, die sich orientieren wollen: Ein offenes Seminar bei WIFI, IHK oder Haufe Akademie ist günstiger als ein eigener Termin und bringt Austausch mit anderen Unternehmen.
- Noch kein Tool freigegeben: Dann zuerst die Entscheidung, etwa in einer Sitzung für Führungskräfte, und danach die Schulung.
Konkrete Anbieter mit Stärken und Grenzen vergleichen wir im Vergleich der KI-Schulungsanbieter.
Worauf Sie bei einer KI-Schulung achten sollten
- Das freigegebene Tool: Geschult wird im Werkzeug, das Sie bezahlen, mit Ihren Konten und Datenregeln.
- Eigene Aufgaben: Geübt wird am Wochenbericht und am Posteingang, nicht an erfundenen Beispielen.
- Getrennt nach Zielgruppe: Führung, Fachbereich und IT haben andere Fragen. Auch die EU-Kommission empfiehlt, Wissen und Erfahrung der Leute zu berücksichtigen.
- Datenregeln und Prüfung: Was darf ins Tool, und wie prüft man ein Ergebnis, bevor es rausgeht?
- Ein Ergebnis nach dem Termin: Was läuft am Montag noch?
- Dokumentation: Inhalte, Datum und Teilnehmer festhalten. Ein Zertifikat verlangt die Kommission nicht.
So läuft eine Inhouse-Schulung bei Specialty Tokens ab
Eine KI-Schulung von Specialty Tokens beginnt vor dem ersten Termin. Wir klären, welche Werkzeuge freigegeben sind, und verbinden sie über das Model Context Protocol (MCP) mit Ihren Systemen: ERP, CRM, Buchhaltung, Ticketsystem, Ablage. Dann wählen Sie das passende Format:
- Teamschulung (ein Tag): der KI-Workshop für Unternehmen, an Ihren Berichten, Postfächern und Auswertungen.
- Tool-Schulungen: für ChatGPT, Claude, Microsoft Copilot, Gemini oder Langdock.
- Technische Vertiefung: Power Automate und Copilot Studio für Teams, die selbst automatisieren; Claude Code und Codex für Entwickler.
- Pflicht und Kompetenz: die KI-Kompetenz-Schulung mit Datenregeln und dokumentierten Inhalten.
- Dauerhafte Fähigkeit: das KI-Champions-Programm.
Unterrichtet wird von den Leuten, die für Kunden produktive KI-Systeme bauen, unter der Leitung der Direktoren Nik Redl und Thomas Schlossmacher.
Was danach anders ist
Bei TimeTac hat das Marketing- und Growth-Team ohne Entwickler nach einem Enablement-Workshop und mit einer internen KI-Plattform zehn Abläufe live gebracht: 117 Durchläufe in drei Wochen, 54 davon ohne dass jemand einen Knopf drücken musste. Bei Speedinvest wurde Team für Team befähigt, mit angebundenem Affinity-CRM und dem ERP des Fonds; allein die Dealflow-Erfassung spart geschätzt 10 bis 20 Stunden pro Woche. Bei Nyra Health bekam ein erfahrenes, skeptisches Entwicklerteam in vier Stunden Praxis einen neuen Blick auf Cursor und Claude Code. Mit der Wirtschaftskammer Österreich führen wir als Partner eine Reihe von Präsenzsitzungen für Führungskräfte durch.
KI-Kompetenz nach Art. 4 AI Act
Seit dem 2. Februar 2025 verlangt Art. 4 des EU AI Act von Unternehmen, die KI einsetzen, Maßnahmen zur Förderung der KI-Kompetenz ihrer Leute. Der Digital Omnibus hat die Formulierung im Juli 2026 abgeschwächt, die Pflicht aber nicht gestrichen. Die KI-Servicestelle der RTR empfiehlt, Art, Inhalt, Ziel und Zeitpunkt jeder Schulung festzuhalten. Das ist keine Rechtsberatung.
Alles, was in der Schulung entsteht, gehört Ihnen: keine Lizenzgebühren pro Nutzer, keine Abhängigkeit von uns. Wer klären möchte, welches Format passt, spricht am besten direkt mit uns.





