Führungskräfte hören über KI vor allem von Anbietern, jeweils ein Produkt nach dem anderen. Daraus entsteht selten eine Entscheidung. Eher ein Pilot hier, eine Lizenz dort, und die Frage im nächsten Jahresgespräch, was das alles gebracht hat.
Dazu kommt die Formatfrage. Ein Vormittag im Seminar, drei Tage an der Hochschule oder ein Online-Kurs am Wochenende: Alles heißt „KI für Führungskräfte“, aber das Ergebnis ist jeweils ein anderes. Was fehlt, ist ein nüchternes Bild davon, was KI im eigenen Unternehmen leisten kann, und ein Plan, wer was als Nächstes tut.
KI-Schulung für Führungskräfte: vier Formate im Vergleich
Specialty Tokens bietet selbst Executive-Workshops an und hat diese Seite geschrieben. Die Angaben zu den anderen Formaten stammen von den Websites der Anbieter (Stand Oktober 2026).
| Format | Für wen | Dauer | Ergebnis | Passt, wenn | Passt nicht, wenn |
|---|---|---|---|---|---|
| Executive-Workshop im Unternehmen (z. B. Specialty Tokens) | Geschäftsführung und Bereichsleitung eines Unternehmens, gemeinsam | einige Stunden bis ein Tag | Entscheidungen, verantwortliche Person, Fahrplan für sechs Monate | das Führungsteam gemeinsam entscheiden muss | nur eine Person lernen soll |
| Lehrgang (z. B. WU Executive Academy) | einzelne Führungskräfte aus verschiedenen Unternehmen | 2 Tage (AI Boot Camp) bis 3,5 Tage (AI Manager) | fundiertes Wissen, Projektarbeit, Zertifikat | eine Person KI dauerhaft verantworten soll | das ganze Team schnell entscheiden muss |
| Online-Kurs (z. B. KI-Campus „KI und Leadership“) | Einzelne, im eigenen Tempo | rund 45 Stunden, kostenlos | Grundwissen zu KI und Führung | Zeit flexibel und Budget klein ist | es um Ihre Systeme und Daten geht |
| Kammer-Veranstaltung (z. B. WIFI „KI in der Führung“) | Unternehmer und Führungskräfte, offene Gruppe | 8 Stunden (ein Tag oder zwei Abende) | Überblick, erste Werkzeuge, Austausch | ein erster Überblick reicht | konkrete Entscheidungen anstehen |
In Wien bietet außerdem das ÖPWZ einen dreistündigen Vormittag „Künstliche Intelligenz für Vorstand und Geschäftsführung“ an. Offene Seminare haben einen Vorteil, den ein interner Workshop nicht hat: Sie hören, wie andere Unternehmen vorgehen.
Wann welches Format besser passt
Soll eine Person, etwa die künftige KI-Verantwortliche, tief einsteigen und ein Zertifikat mitnehmen, ist ein Lehrgang die bessere Wahl als unser Workshop. Reicht ein erster Überblick oder ist das Budget klein, sind ein WIFI-Seminar oder der kostenlose Kurs auf dem KI-Campus ein guter Anfang.
Ein interner Executive-Workshop lohnt sich, wenn das Führungsteam gemeinsam entscheiden muss: welche Plattform, welche Regeln, welcher Ablauf zuerst. Offene Formate können über Ihre Systeme, Ihre Daten und Ihre Zuständigkeiten nicht sprechen. Viele Unternehmen kombinieren deshalb: eine Person im Lehrgang, das Führungsteam im internen Workshop.
Was Führungskräfte vor der Budgetfreigabe wissen sollten
2025 nutzten laut Eurostat rund 20 % der Unternehmen in der EU mit mindestens zehn Beschäftigten KI, bei großen Unternehmen rund 55 %. Die Frage ist also selten, ob, sondern womit man beginnt. Vor einer Freigabe sollten diese Punkte geklärt sein:
- Wo Sie stehen: ohne Firmen-KI, mit KI-Chat für alle, mit angebundenen internen Systemen oder mit Arbeit, die als Agenten-Ablauf läuft. Das KI-Reifegradmodell beschreibt die Stufen.
- Was zuerst kommt: ein wiederkehrender Ablauf mit messbarem Nutzen, nicht zehn Piloten gleichzeitig.
- Was es wirklich kostet: neben Lizenzen die Anbindung der Systeme, Schulung, eine verantwortliche Person und laufende Pflege.
- Welche Daten wohin dürfen: Datenregeln und eine kurze KI-Richtlinie, bevor die Teams loslegen.
- Was der AI Act verlangt: Art. 4 gilt seit dem 2. Februar 2025. Seit dem Digital-Omnibus (Verordnung (EU) 2026/1744) müssen Unternehmen Maßnahmen ergreifen, um die Entwicklung von KI-Kompetenz zu unterstützen; die Pflicht bleibt. Mehr dazu in der KI-Kompetenz-Schulung. Keine Rechtsberatung.
So läuft unser Executive-Workshop ab
Die KI-Schulung für Führungskräfte von Specialty Tokens beginnt bei den Fragen, die eine Führung entscheiden muss, und arbeitet sich zur Technik vor. Gezeigt wird an Beispielen aus unseren eigenen Projekten. Geleitet wird die Sitzung von den Direktoren Nik Redl und Thomas Schlossmacher.
- Der Realitätscheck: was sich in diesem Jahr wirklich geändert hat, und auf welcher Stufe Ihr Unternehmen steht.
- Die erste eigene KI-Fähigkeit: Jede Führungskraft hält eine Aufgabe, die sie gut beherrscht, als wiederverwendbare Fähigkeit fest. Wer es selbst gemacht hat, entscheidet anders.
- Das Gesamtbild: eine zentrale KI-Plattform, Agenten an jedem Arbeitsplatz, angebundene Systeme wie ERP und CRM, und was mit dem passiert, was Mitarbeiter bauen.
- Regeln und Verantwortung: Datenregeln, KI-Richtlinie, wer entscheidet.
- Der KI-Strategie-Workshop am Schluss: welche Abläufe sich zuerst lohnen, nach Aufwand und Nutzen geordnet, wer sie verantwortet, welche Teams wann geschult werden, und wie Monat eins, drei und sechs aussehen.
Erfahrung aus der Praxis
Mit der Wirtschaftskammer Österreich führen wir als Partner eine Reihe von Präsenzsitzungen für Führungskräfte und Unternehmer durch. Folien und Aufzeichnung des Executive AI Workshop gibt es auf Englisch. Bei Speedinvest, dem europaweit tätigen Risikokapitalfonds, haben wir Team für Team befähigt und das CRM Affinity sowie das ERP des Fonds angebunden; eine Automatisierung des Dealflow-Posteingangs spart dort geschätzt 10 bis 20 Stunden pro Woche.
Nach der Führung kommen die Teams: im KI-Workshop für Unternehmen an den eigenen Aufgaben und mit dem KI-Champions-Programm, das Ansprechpersonen in jedem Bereich aufbaut. Alles, was entsteht, gehört Ihnen, ohne Gebühren pro Nutzer. Die Sitzung ist Teil unseres Angebots zur KI-Schulung für Unternehmen. Wenn Sie eine Sitzung für Ihr Führungsteam planen, sprechen Sie mit uns.



