Die meisten Entwicklerteams haben KI-Werkzeuge längst ausprobiert, und viele haben eine feste Meinung mitgenommen: zu unzuverlässig in einer echten Codebasis, zu viel Aufwand beim Review. Inzwischen arbeiten Claude Code, OpenAI Codex, Cursor und GitHub Copilot als Agenten, die Code lesen, Dateien ändern, Tests ausführen und Pull Requests vorbereiten. Die alte Meinung ist oft überholt.
Das neue Problem ist ein anderes: Jeder Entwickler probiert ein anderes Werkzeug aus, gemeinsame Regeln fehlen, der Review-Aufwand wächst, und niemand weiß genau, was der Agent darf. Eine Schulung lohnt sich, wenn sie genau das ordnet.
Claude-Code-Schulung für Entwicklerteams
Die Claude-Code-Schulung von Specialty Tokens ist ein Praxis-Workshop an Ihrer eigenen Codebasis, nicht an einem Demo-Projekt. Vorab klären wir, welche Werkzeuge freigegeben sind, welche Repositories genutzt werden dürfen und welche Systeme der Agent erreichen soll. Im Workshop arbeitet das Team an echten Tickets, mit den eigenen Tests und dem eigenen Build. Wir sind an keinen Anbieter gebunden und schulen in Claude Code, Codex, Cursor oder GitHub Copilot, je nachdem, was Ihr Unternehmen freigegeben hat.
Claude Code, Codex, Cursor und GitHub Copilot im Vergleich
Alle vier Werkzeuge sind inzwischen Agenten, die Dateien ändern und Befehle ausführen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wo sie laufen und wie sie in Ihre Abläufe passen. Angaben laut Dokumentation der Hersteller (Stand Oktober 2026).
| Wo es läuft | Arbeitsweise | Stärken | Passt, wenn | |
|---|---|---|---|---|
| Claude Code (Anthropic) | Terminal, VS Code, JetBrains, Desktop-App, Browser, Slack, GitHub Actions und GitLab CI | Agent liest die Codebasis, ändert Dateien, führt Befehle aus, erstellt Commits und Pull Requests; Anweisungen in CLAUDE.md, liest auch AGENTS.md | Hooks, Skills, Subagenten und MCP; im Terminal und in CI skriptbar | das Team im Terminal arbeitet und den Agenten in eigene Abläufe und CI einbauen will |
| Codex (OpenAI) | CLI, Erweiterung für VS Code, Cursor, Windsurf, Xcode und JetBrains, ChatGPT-Desktop-App, Codex Cloud im Web | lokal im Repository oder als Cloud-Aufgabe mit eigener Umgebung, Ergebnis als Diff oder Pull Request; Anweisungen in AGENTS.md | lokal in einer Sandbox, Netzwerkzugriff standardmäßig aus, Freigaberegeln; im ChatGPT-Plan enthalten | das Unternehmen bereits ChatGPT Business oder Enterprise nutzt |
| Cursor | eigener KI-Editor, CLI, Cloud Agents über Web, iOS, Slack, GitHub und Linear; JetBrains über ACP | Agent im Editor mit Agent-, Plan- und Ask-Modus; Regeln in .cursor/rules oder AGENTS.md | Wahl zwischen Modellen von OpenAI, Anthropic, Google und Cursor; parallele Cloud Agents in eigenen VMs | das Team im Editor statt im Terminal arbeitet und Modelle wechseln will |
| GitHub Copilot | VS Code, Visual Studio, JetBrains, Eclipse, Xcode, Copilot CLI, GitHub.com | Vervollständigung, Chat und Agent-Modus in der IDE; Cloud Agent arbeitet Issues in einer GitHub-Actions-Umgebung ab und liefert einen Pull Request; Anweisungen in copilot-instructions.md, AGENTS.md oder CLAUDE.md | direkt in Issues, Pull Requests und Code Review auf GitHub; breite IDE-Abdeckung | Code und Arbeit ohnehin auf GitHub liegen und Copilot Business oder Enterprise lizenziert ist |
Ehrlich gesagt: Oft entscheidet die vorhandene Lizenz. Wer ChatGPT Business nutzt, hat Codex schon. Wer Copilot Enterprise hat und alles auf GitHub verwaltet, braucht selten ein zweites Werkzeug. Claude Code spielt seine Stärken aus, wenn ein Team den Agenten tief in eigene Abläufe, Skripte und CI einbauen will. Cursor ist die bessere Wahl für Entwickler, die den ganzen Tag im Editor bleiben wollen.
Die Werkzeuge schließen sich nicht aus. Codex und Claude Code laufen auch als Erweiterung in Cursor, und eine AGENTS.md im Repository lesen alle vier. Wer Projektanweisungen sauber pflegt, kann das Werkzeug später wechseln, ohne von vorn anzufangen.
So führen Sie agentisches Programmieren ein, ohne dass die Qualität leidet
Diesen Ablauf üben wir in der Schulung an Ihrem Repository:
- Werkzeug und Regeln festlegen: welche Repositories der Agent sehen darf, welche Befehle er ohne Rückfrage ausführen darf, welche MCP-Server freigegeben sind und wie Zugangsdaten und Kundendaten geschützt bleiben. Festgehalten in den Einstellungen, nicht nur besprochen.
- Projektanweisungen schreiben: CLAUDE.md oder AGENTS.md mit Architektur, Konventionen, Build- und Testbefehlen und klaren Verboten.
- Erst planen, dann umsetzen: Der Agent schlägt einen Plan vor, der Entwickler korrigiert ihn, bevor Code entsteht.
- Kleine Schritte mit Tests: Der Agent schreibt und startet Tests; ein überschaubarer Diff pro Schritt.
- Review bleibt beim Menschen: Jeder Diff wird gelesen, bevor er gemergt wird. KI-Code-Review ist eine zusätzliche Prüfung, kein Ersatz.
- Wiederkehrendes automatisieren: Hooks für Formatierung und Linting, Skills für Abläufe wie Release Notes oder Abhängigkeits-Updates, MCP-Server für Tickets und Dokumentation.
- Nachschärfen: Wo der Agent Fehler wiederholt, kommt eine Regel in die Projektanweisungen.
Vibe Coding oder agentisches Programmieren
Den Begriff Vibe Coding hat Andrej Karpathy am 2. Februar 2025 in einem Beitrag auf X geprägt. Er beschrieb, wie er eine KI Code schreiben lässt, alle Änderungen annimmt, ohne die Diffs zu lesen, und Fehlermeldungen einfach zurückkopiert. Sein eigenes Urteil: brauchbar für Wegwerf-Projekte am Wochenende.
Für Prototypen, Klick-Dummies und persönliche Werkzeuge ist das legitim. Für Produktivcode, den ein Team über Jahre wartet, fehlt genau das, was Qualität sichert: jemand, der den Diff liest. Wir vermitteln agentisches Programmieren mit Disziplin: Der Agent übernimmt gut abgegrenzte, prüfbare Arbeit, der Entwickler entscheidet, was ausgeliefert wird.
Wer ohne Programmierkenntnisse mit KI programmieren lernen will, ist in dieser Schulung falsch. Ein Vibe-Coding-Kurs für Einsteiger oder unser KI-Champions-Programm, in dem Fachabteilungen Automatisierungen und Agenten selbst bauen, passt dann besser.
Online-Kurs, offenes Seminar oder Team-Schulung
Specialty Tokens bietet das dritte Format an und hat diese Seite geschrieben. Jedes Format hat seinen Platz:
| Format | Für wen | Stärke | Passt nicht, wenn |
|---|---|---|---|
| Kostenlose Online-Kurse der Hersteller, etwa Claude Code 101 in der Claude Academy | einzelne Entwickler | kostenlos, im eigenen Tempo | das ganze Team gemeinsame Regeln braucht |
| Offene Seminare von Schulungsanbietern | ein oder zwei Entwickler | feste Termine, Austausch mit anderen Unternehmen | an der eigenen Codebasis geübt werden soll |
| Inhouse-Workshop an der eigenen Codebasis (Specialty Tokens) | ganze Entwicklerteams und IT | echte Tickets, geteilte Projektanweisungen, vereinbarte Regeln | nur eine Person geschult werden soll |
Wir arbeiten vor Ort in Wien und im gesamten DACH-Raum, auf Deutsch oder Englisch.
Was das in der Praxis heißt
Bei Nyra Health, einem Anbieter digitaler Therapie für die neurologische Rehabilitation, haben wir einen vierstündigen Praxis-Workshop zu Cursor und Claude Code für ein erfahrenes, skeptisches Entwicklerteam durchgeführt. Das Ziel war, schneller zu werden, ohne die Qualitätslatte des Produkts zu senken. Am Ende probierte das Team Werkzeuge und Abläufe aus, die es vorher nicht genutzt hatte.
Für Teams ohne Entwickler gibt es andere Formate: die Claude-Schulung für den Arbeitsalltag, die ChatGPT-Schulung, die Power-Automate-Schulung für Automatisierungen in Microsoft 365 und das KI-Champions-Programm. Wer eigene Systeme über MCP für Agenten öffnen will, spricht mit uns. Die Schulung ist Teil unseres Angebots zur KI-Schulung für Unternehmen.


